Zu Zeiten von Ludwig XIV gab es bereits 33 Pfirsichsorten: Ludwig XIV liebte sie und seine Nachfolger erbten diese Vorliebe.
Die samtweiche Frucht
Pfirsiche sind zart und empfindlich. Lange Zeit waren sie aufgrund ihrer kurzen Saison und Seltenheit das Lieblingsobst von Königen und Königinnen. Heutzutage gibt es viele Sorten, deren Hautstruktur alle Stufen von samtig bis glatt umfasst. Einige, wie die Nektarinen, haben statt einer “Pfirsichhaut” eine glatte, glänzende Schale.
Pfirsiche unterscheiden sich durch die Farbe des Fruchtfleisches:
- rot- bei Weinbergpfirsichen
- weiß- bei anderen Sorten
- gelb- bei gelfleischigen Pfirsichen, auch bekannt als Klingstones oder Duratien (diese werden heute überwiegend angebaut)
Pfirsiche oder Nektarinen?
Nektarinen sind nicht durch Einpfropfen eines Pflaumenbaumastes in einen Pfirsichbaum entstanden, wie lange behauptet wurde, um für die Frucht zu werben. Die Unterschiede zum Pfirsich sind einfach durch natürliche Mutation entstanden.
Es gibt zwei Varianten von Nektarinen:
- bei der einen lässt sich der Stein schwer vom Fleisch lösen und die Steine sehen fast wie Pflaumensteine aus und
- bei der anderen löst sich der Stein leicht vom Fleisch und die Steine gleichen den Steinen anderer Pfirsichsorten.
Nektarinen sind weniger empfindlich als Pfirsiche, so dass sie einfacher zu handhaben und besser zu transportieren sind.
Reichlich Gutes für alle
So erfrischend und saftig sind sie eine Durst löschende Sommerfrucht. Ihr geringer Säuregehalt und ihr weiches Fleisch machen sie leicht verdaulich. Der Nährwert von Pfirsichen entspricht dem von Äpfeln: bescheidene 43 kcal und etwa 9 g Kohlenhydrate in Form von natürlichen Zuckern pro 100 g.
Ihr Wassergehalt von 87 % macht sie zur idealen Frucht für den Sommer, auf Spaziergängen oder am Strand. Pfirsiche sind ballaststoffreich, doch wenn sie reif verzehrt werden, sind die Fasern sehr weich und leicht zu verdauen, selbst für Menschen mit empfindlichem Verdauungssystem. Deshalb gehören Pfirsiche zu den Obstsorten, die man Rekonvaleszenten und anderen sehr empfindlichen Personen sowie kleinen Kindern gibt (natürlich ohne die Haut!). Für Erwachsene ist es dagegen viel besser, den Pfirsich mit Haut zu essen, statt ihn zu pellen, da die Haut viele Mikronährstoffe wie Antioxidantien enthält.
Für jeden etwas
- Für die Schönheit: Niacin (Vitamin B3) und Karotin gehören zu den in Pfirsichen enthaltenen Vitaminen und beide sind gut für die Haut. Gelbfleischige Pfirsichsorten enthalten mehr Karotin (Provitamin A) als weißfleischige.
- Für Babys: ein schöner reifer Pfirsich, ohne Haut gedünstet und püriert oder einfach mit einer Gabel zerdrückt. Die Ballaststoffe sind sanft zu ihren Darmwänden und es besteht nicht das Risiko einer Reizung.
- Für Feinschmecker: Pfirsiche gesüßt mit Honig sind einfach köstlich. Honig hat weniger Kalorien als Zucker und enthält dazu Fruchtzucker und Ameisensäure, die eine keimtötende Wirkung hat. Noch ein elegantes Gericht: Gänseleber geschmort mit Pfirsichen. Das macht das Ganze extra-seidig und unterstreicht die raffinierten Aromen dieser beiden Delikatessen.



