Wissenschaftler haben erforscht, ob Kinder, die mehr Äpfel und anderes Obst zu sich nehmen, weniger unter Giemen, d.h. unter asthmabedingten Atemgeräuschen, leiden. Dazu wurden in Greenwich (London) 2.640 Grundschulkinder im Alter von 5 bis 10 Jahren untersucht. Informationen zu Astmasymptomen und Obstverzehr wurden anhand eines Fragebogens erhoben. Nachdem man sich vergewissert hatte, dass keine Variablen vorhanden sind, die das Ergebnis möglicherweise verzerren, wurde festgestellt, dass der Verzehr von Bananen mindestens einmal täglich (verglichen mit weniger als einmal im Monat) mit akutem (Odds ratio 0,66; 95% Konfidenzintervall 0,44-1,00) und chronischem Giemen (0,69 (0,50-0,95)) negativ assoziiert war, nicht jedoch mit chronischem Asthma (0,80 (0,56-1,14)).
Der Konsum von aus Konzentrat hergestelltem Apfelsaft mindestens einmal täglich (verglichen mit weniger als einmal im Monat) war mit akutem Giemen ebenfalls negativ (0,53 (0,34-0,83)), mit chronischem Giemen schwach (0,74 (-0,54-1,02)) und mit chronischem Asthma nicht assoziiert.
Der Verzehr von Äpfeln, anderem Obst und Orangensaft wurde mit Asthmasymptomen nicht signifikant assoziiert.
Zwischen dem Verzehr frischer Äpfel und Asthmasymptomen ließ sich in der Studienpopulation zwar kein Zusammenhang feststellen, es wurden jedoch Hinweise gefunden, die den Schluss zulassen, dass ein höherer Konsum von Bananen und Apfelsaft aus Konzentrat bei Kindern vor Giemen schützen könnte.
Childhood asthma and fruit consumption (Asthma bei Kindern und Obstkonsum).
Okoko BJ, Burney PG, Newson RB, Potts JF, Shaheen SO. - Eur Respir J. Juni 2007 ;29(6): S. 1161-68.




